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Bibliothek für Entscheidungswissen (DecisionKnowledge Library)


Jeder Entscheidungsprozess generiert bis zu seinem Ende eine Fülle von unterschiedlichsten Informationen. Wenn man diese Informationen im Kontext zur jeweiligen Entscheidung speichern und wieder auffinden kann, entsteht unschätzbar wertvolles Entscheidungswissen.

 Einleitung

Gerade die Katastrophen der jüngeren Vergangheit zeigen, dass bereits gemachte Fehler vergessen, bzw. innerhalb erschreckend kurzer Zeit wiederholt werden. Dafür verwenden wir den Begriff "Entscheidungs-
demenz"
und meinen damit, dass Entscheidungswissen in Unternehmen aus verschiedensten Gründen viel zu schnell verloren geht.

Die Bibliothek für Entscheidungswissen wirkt dem entgegen, indem das im Entscheidungsprozess angewandte Wissen zwingend in diesem Kontext gespeichert wird. Dadurch entsteht ein "Unternehmens-
langzeitgedächtnis". Entscheider werden in die Lage versetzt, Entscheidungen der Vergangenheit kausal in Zusammenhang mit der Gegenwart zu bringen. Nur so ist ein kontinuierlicher Optimierungsprozess der Entscheidungskette in die Zukunft möglich.

 Zielsetzung

Gespeicherte Daten erhalten ihren Wert wenn sie in einen sinnvollen Kontext gebracht werden. Die Bibliothek für Entscheidungswissen speichert Informationen deshalb grundsätzlich nur im Kontext mit der zugrunde liegenden Entscheidung. In diesem Punkt unterscheidet sie sich von herkömmlichen Wissensdatenbanken (Knowledge Databases).  Wir erreichen dadurch folgende Ziele:

  • Historisches-, Gegenwartswissen wird, allzeit aktuell automatisch gespeichert und ist damit jedem Entscheider sofort zugänglich.
  • Entscheidungswissen und -expertise wird bewahrt auch wenn die handelnden Personen nicht mehr im Unternehmen sind. 
  • Redundante und gleichzeitige, aber konträre, Entscheidungen, in extrem verteilten Organisationen gar nicht so selten, werden vermieden.
 Vorgehensweise

In konzeptioneller Hinsicht unterscheidet sich die Bibliothek für Entscheidungswissen stark von einer klassischen Wissensdatenbank, technisch tut sie das nicht. Sie ist also mit jeder existierenden Wissensdatenbank kombinierbar.

Wird die Bibliothek isoliert, also ohne unsere anderen Produkte - SkillScout, generischer Entscheidungsprozess, gdContolling - eingesetzt, müssen zum einen die Strukturen und Parameter für die Speicherung des Entscheidungswissens individuell für das jeweilige Unternehmen entwickelt werden. Darüber hinaus muss ein Prozess geschaffen und implementiert werden, der sicherstellt, dass bei jedem Entscheidungsprozess, spätestens an seinem Ende, die während des Prozesses entstandenen und erarbeiteten Informationen in der gewünschten Struktur abgespeichert werden.

Im Verbund mit unseren anderen Produkten, ergeben sich automatisch die notwendigen Strukturen. Das eingesetzte Datenverarbeitungssystem muss also nur noch entsprechend konfiguriert und eingestellt werden

 Ergebnis

In Verbindung mit dem generischen Entscheidungsprozess füllt sich die Bibliothek für Entscheidungswissen vollkommen automatisch. Die notwendigen Strukturen sind Bestandteil des Prozesses. Der Kunde erhält damit ein allzeit aktuelles "Unternehmenswiki". Die Bibliothek kann mit modernsten Methoden des DataMinings betrieben werden. Damit können Informationen nicht nur über ein "Unternehmens-Google" gesucht werden, es ist darüber hinaus möglich, mittels sogenannter Agenten bestimmtes Wissen zu markieren und sich von der Bibliothek eigenständig informieren zu lassen, wenn es "Neues" zu diesem Wissen gibt.