Detailwissen über...

Wissensmanagement - Was ist das eigentlich...?


Wikipedia definiert "Wissensmanagement" als den Begriff für alle operativen Tätigkeiten und Managementaufgaben, die auf den bestmöglichen Umgang mit Wissen abzielen. Und was heist das nun konkret?

 Begriffsklärung

Der "Stoff" für Wissensmanagement ist Wissen...

 

  • Wissen entsteht aus Erfahrungen und enthält sie.
  • Erfahrungen werden von Menschen gemacht. Sie entstehen wenn Informationen angewandt/ausprobiert werden.
  • Informationen sind Datenkonstellationen, die für den Nutzer neu und verständlich (relevant) sind.
  • Datenkonstellationen sind entweder aus einem System abgerufene, durch ein System übermittelte oder durch eine Situation (z. B. Besprechung, mit dem Fallschirm abspringen, sich in den Finger schneiden etc.) entstandene Daten. 
  • Wenn Datenkonstellationen von einem Nutzer zu Informationen verarbeitet wurden, sind sie für diesen Nutzer als Grundlage für Wissen verbraucht.
  • Daten kommen aus Datenverarbeitungssystemen oder werden uns über die Sinneswahrnehmung übermittelt (z. B. Temperatur, Geschmack, Sprache)

Wissensmanagement in Unternehmen betrifft daher die folgenden Faktoren

  • Menschen
  • Daten
  • Systeme
  • Strukturen
  • Abläufe

und hat die Dimensionen

  • strategisches Wissensmanagement
  • operatives Wissensmanagement
 Konsequenz

An oberster Stelle für strategisches Wissensmanagement steht also der Mensch. Er muss in die Lage versetzt werden, möglichst viel, für das Unternehmen nutzbares, Wissen zu erfahren (zu lernen) und es effizient - also ohne unnötige Hemmnisse und Wiederstände - für das Unternehmen zu nutzen. 

Dafür muss das strategische Wissensmanagement Strukturen, Abläufe und, nicht zuletzt, Systeme hinsichtlich der Frage beeinflussen können, wie gut sie die Wissensnutzung unterstützen und effektiv helfen neues Wissen zu schaffen.

Für das operative Wissensmanagement ergeben sich daraus drei Kernaufgaben.

  1. Es muss in der Lage sein, die relative (für das Unternehmen relevante) "Wissensleistung" der Mitarbeiter qualifiziert beurteilen zu können. Diese Beurteilung zielt in drei Richtungen:
    • "Bestand" an Wissen - Welche, für das Unternehmen wichtigen, Fähigkeiten, Qualifikationen und Kompetenzen hat der Mitarbeiter?
    • Qualität des Zuwachses an Wissen - Welche neuen, für das Unternehmen wichtigen, Fähigkeiten, Qualifikationen und Kompetenzen hat sich der Mitarbeiter angeeignet? Wie schnell und mit welchem Aufwand ist das geschehen?
    • Qualität des Nutzens aus dem Wissen - Wie gut sind die Fähigkeiten, Qualifikationen und Kompetenzen des Mitarbeiter genutzt worden? Ist der Mitarbeiter richtig eingesetzt?
  2. Strukturen, Abläufe und Systeme müssen, ebenfalls, bezüglich Ihrer "Wissensleistung" für das Unternehmen geprüft und gegebenenfalls beeinflusst werden können.
  3. Sofern vom strategischen Wissensmanagement für notwendig erachtet, muss das operative Wissensmanagement, separate Strukturen, Abläufe und Systeme konzipieren und implementieren, sowie dafür sorgen, dass diese in die existierenden Systeme und Strukturen und Abläufe integriert werden.